Künstler · Nationalität: französisch
André Lanskoy
1902–1976
André Lanskoy (1902–1976), ein französischer Künstler, wird mit dem Tachismus und der lyrischen Abstraktion der Nachkriegszeit in Verbindung gebracht.
In Moskau geboren, verließ er Russland nach der Revolution und ließ sich 1921 in Paris nieder.
Er studierte an der Académie de la Grande Chaumière, die für ihre offene Haltung bekannt war. Inspiriert von Vincent van Gogh, Chaïm Soutine und Henri Matisse malte er damals Porträts und Stillleben in leuchtenden Farben und mit pastosem Farbauftrag.
Er wurde zum Salon d’Automne in Paris zugelassen und stellte dort Mitte der 1920er-Jahre aus. Der deutsche Kunstkritiker und Kunsthändler Wilhelm Uhde wurde dort auf seine Arbeiten aufmerksam und organisierte seine erste Einzelausstellung.
Lanskoy stellte weiterhin gemeinsam mit anderen russischen Malern sowie in Pariser Salons aus. Seine Werke wurden von Museen und Sammlern erworben. In den 1930er-Jahren wandte er sich unter dem Einfluss von Wassily Kandinsky und Paul Klee von der Figuration ab und der Abstraktion zu.
Er widmete sich nicht nur der Malerei, sondern schuf auch Collagen, Mosaiken, illustrierte Bücher und Entwürfe für Wandteppiche.
Ab Anfang der 1950er-Jahre wurden seine Werke im Ausland gezeigt und von der Kritik gewürdigt, unter anderem im Solomon R. Guggenheim Museum in New York, in der Corcoran Gallery of Art in Washington, im Centre Pompidou in Paris, in der Royal Academy of Arts in London und auf der documenta in Kassel.
Er starb 1976 in Paris.
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