Künstler · Nationalität: französisch
André Lhote
1885–1962
André Lhote war ein französischer Maler und Bildhauer, der Figuren, Porträts, Landschaften und Stillleben darstellte. Auch als Lehrer und Verfasser kunsttheoretischer Schriften übte er großen Einfluss aus.
Nach einer frühen fauvistischen Phase wandte er sich dem Kubismus zu und schloss sich 1912 der Gruppe Section d’Or an, mit der er im Salon de la Section d’Or ausstellte.
Er stand mit mehreren Wegbereitern der modernen Kunst in Verbindung, darunter Gleizes, Villon, Duchamp, Metzinger, Picabia und La Fresnaye.
Der Erste Weltkrieg unterbrach seine Arbeit. Nach seiner Demobilisierung 1917 schloss er sich der von Léonce Rosenberg unterstützten Gruppe von Kubisten an.
1918 war er an der Gründung der Nouvelle Revue française beteiligt, für die er bis 1940 Beiträge zur Kunsttheorie verfasste.
Lhote lehrte von 1918 bis 1920 an der Académie Notre-Dame-des-Champs und anschließend an weiteren Pariser Kunstschulen, darunter die Académie de la Grande Chaumière sowie seine eigene, 1922 in Montparnasse gegründete Schule.
Er hielt zahlreiche Vorträge in Frankreich und im Ausland, unter anderem in Belgien, England und Italien sowie ab den 1950er-Jahren in Ägypten und Brasilien. 1955 erhielt er den Grand Prix national de peinture. Die UNESCO-Kommission für Bildhauerei ernannte ihn zum Präsidenten der Association internationale des peintres, graveurs et sculpteurs.
Lhote starb 1962 in Paris.
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