Künstler · Nationalität: deutsch
Günther Förg
1952–2013
Der deutsche abstrakte Künstler Günther Förg schuf Gemälde, Skulpturen und Fotografien, die von einer anhaltenden Faszination für die Moderne geprägt sind. Von seinen frühen monochromen Arbeiten bis zu seinen Fotografien bemerkenswerter Architektur beschäftigte er sich mit dem Formalismus der Avantgarden des 20. Jahrhunderts. Über seine Bleibilder sprach er von den Eigenschaften dieses Materials – seiner Oberfläche und seinem Gewicht – und erklärte, dass das Blei selbst dann, wenn die Farbe es fast vollständig bedecke, an den Rändern wahrnehmbar bleibe und der Farbe eine besondere Dichte und Schwere verleihe.
Geboren am 5. Dezember 1952 in Füssen, studierte er von 1973 bis 1979 an der Akademie der Bildenden Künste München bei Karl Fred Dahmen, einem Künstler aus dem Umfeld des Informel. Sein früher Stil erinnerte an Cy Twombly und Ellsworth Kelly; auch seine Fotografien ließen mit ihrer Körnung und ihren ungewöhnlichen Blickwinkeln eine malerische Sensibilität erkennen. 1992 nahm er an der documenta 9 teil und erhielt 1996 den Wolfgang-Hahn-Preis, der jährlich vom Museum Ludwig in Köln vergeben wird. Er starb am 5. Dezember 2013, seinem 61. Geburtstag, in Freiburg im Breisgau.
Seine Werke befinden sich unter anderem in den Sammlungen des Hamburger Bahnhofs in Berlin, des Kunstmuseums Bonn, des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt und des Museum of Modern Art in New York.
Collection
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