Künstler · Nationalität: französisch et allemande

Hans Hartung

1904–1989

Der in Deutschland geborene französische Künstler Hans Hartung erlangte durch seinen Beitrag zum europäischen Informel internationale Bekanntheit.

In den 1920er-Jahren studierte er Kunstgeschichte und Philosophie, zunächst an der Universität Leipzig und anschließend in München bei dem Maler Max Doerner.

Auf der Flucht vor dem nationalsozialistischen Deutschland ließ sich Hartung in den 1930er-Jahren in Paris nieder. Dort begegnete er Wassily Kandinsky, Piet Mondrian, Joan Miró und Alexander Calder. Während des Zweiten Weltkriegs kämpfte er in der französischen Fremdenlegion; nach dem Krieg wurde er französischer Staatsbürger.

In den 1950er-Jahren wurden seine Werke regelmäßig in den großen europäischen Städten ausgestellt, und er nahm an den ersten drei Ausgaben der documenta in Kassel teil. 1956 erhielt er den Guggenheim-Preis und vier Jahre später den Internationalen Großen Preis für Malerei auf der Biennale von Venedig.

In den 1960er-Jahren nahm sein Werk eine stärker skulpturale Dimension an: Er begann, Linien in die Farbflächen seiner Gemälde einzuritzen.

Bis zu seinem Tod 1989 malte er weiter und stellte weltweit aus.

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