Künstler · Nationalität: italienisch

Alberto Magnelli

1888–1971

Alberto Magnelli wurde in Florenz, Italien, geboren. Er besuchte weder eine Kunstschule noch eine Akademie, sondern brachte sich das Malen selbst bei und studierte intensiv in Museen und Kirchen. Bis etwa 1914 malte er Landschaften, Figuren und Stillleben. Danach wurden seine Kompositionen zunehmend abstrakt; er nannte sie seine „erfundenen Leinwände“. Seine erste Einzelausstellung fand 1921 statt.

In den 1920er- und 1930er-Jahren malte er nach einer Rückkehr zur Figuration imaginäre Landschaften, die der metaphysischen Malerei nahestanden. Magnelli ließ sich 1931 in Paris nieder und knüpfte Kontakte zu Picasso, Léger, Apollinaire, Arp, Matisse, De Chirico und Sonia Delaunay. Zwischen 1931 und 1934 schuf er die Serie Pierres, deren Formen von den Marmorsteinbrüchen von Carrara inspiriert waren. Diese zusammengefügten Steine scheinen eine Geschichte zu erzählen; der Künstler verleiht ihnen die Geschmeidigkeit von Draperien oder die Strenge einer persönlichen Architektur. Ab 1934 widmete sich Magnelli endgültig der Abstraktion. Parallel zur Malerei entwickelte er ein grafisches Werk aus Radierungen und Lithografien.

Während des Zweiten Weltkriegs ließ er sich in Südfrankreich nieder. Dort gründete Hans Arp die „Gruppe von Grasse“, der unter anderem Sophie Taeuber-Arp und Sonia Delaunay angehörten. In den 1940er-Jahren schuf Magnelli Collagen, in die er verbrannte Bleche, Sackleinen und Farbe integrierte. Außerdem malte er mit Gouache auf Schiefertafeln.

Nach dem Krieg entwickelte er Kompositionen, in denen geometrische Formen, Ellipsen und Linien als flächige Elemente vor einfarbigen Hintergründen erscheinen. Nach und nach schuf er eine persönliche Bildwelt in einem Stil geometrischer Abstraktion, der eine methodische und strenge Anordnung bevorzugt.

Er starb 1971 in Meudon, Frankreich.

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