Künstler · Nationalität: amerikanisch

Robert Motherwell

1915–1991

Robert Motherwell war ein amerikanischer Künstler und einer der Gründungsmaler des abstrakten Expressionismus. Beeinflusst vom automatischen Schreiben und Zeichnen der Surrealisten beruhte seine Arbeitsweise auf einem intuitiven Zugang zur Malerei.

Besonders bekannt ist er für die Serie Elegy to the Spanish Republic, die aus 150 Variationen schwarzer Formen auf weißem Grund besteht. Er betrachtete Malerei als ein Mittel, durch das der Geist sich verwirklichen und denken könne, und war der Ansicht, dass sie – ähnlich wie Musik – dazu neige, zu ihrem eigenen Inhalt zu werden.

Motherwell wurde am 24. Januar 1915 in Aberdeen im US-Bundesstaat Washington geboren und zog nach New York, um an der Columbia University bei dem Kunsthistoriker Meyer Schapiro zu studieren. Schapiros Ermutigung brachte ihn dazu, mit dem Malen zu beginnen.

Anfang der 1940er-Jahre verkehrte er in einem Kreis junger Künstler, zu dem William Baziotes, Jackson Pollock und Willem de Kooning gehörten. Später unterrichtete Motherwell Cy Twombly und Robert Rauschenberg am Black Mountain College. Nach seiner Rückkehr nach New York lernte er 1957 die Malerin Helen Frankenthaler kennen; drei Jahre später heirateten sie. Während ihrer dreizehnjährigen Ehe nährte ihr gemeinsames Interesse an der Poesie der Abstraktion das Werk beider Künstler.

Motherwell starb am 16. Juli 1991 auf Cape Cod in Massachusetts. Seine Werke befinden sich unter anderem in den Sammlungen des Art Institute of Chicago, der National Gallery of Art in Washington, des Museum of Modern Art in New York und der Tate Modern in London.

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